Zwischen Warnweste und Streitschlichter: Mein Alltag als Schulbuslotse
„Eigentlich wollte ich nur, dass die morgendliche Drängelei an der Haltestelle aufhört. Jetzt, ein halbes Jahr nach meiner Schulbuslotsen-Ausbildung durch die Polizei, sehe ich den Schulweg mit ganz anderen Augen.
Mein Tag beginnt etwas früher als der meiner Mitschüler. Sobald ich meine neongelbe Weste überziehe, ändert sich die Dynamik. An der Haltestelle bin ich nicht mehr nur der Achtklässler, sondern die Ansprechperson für die Kleinen aus der Grundschule. Meine Hauptaufgabe? Sicherheit und Ordnung.
Das bedeutet konkret:
Gefahrenstellen im Blick: Ich achte darauf, dass niemand zu nah an die Bordsteinkante kommt, während der Bus einfährt.
Drängeln stoppen: Sobald die Türen aufgehen, sorge ich dafür, dass das Einsteigen ohne Schubsen abläuft.
Streitschlichtung: Im Bus selbst ich oft als Vermittler gefragt. Wenn es hinten laut wird oder jemand den Sitzplatz eines anderen blockiert, greife ich ein, bevor die Situation eskaliert.
Das Schönste ist das Vertrauen der jüngeren Kinder. Es ist ein gutes Gefühl, dafür zu sorgen, dass alle sicher in der Schule ankommen.“
Nick Käppel, Klasse 8 M
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